Best - practise - Projekte

Sonderveranstaltungen 2009

Deutsch-italienisches Kino in Besigheim
Bereits zum zweiten Mal wurde in Besigheim ein deutsch-italienischer Kinoabend ver-anstaltet. Nach der sehr guten Resonanz der ersten beiden Versuche, Filme in Original-sprache zu präsentieren, soll es in Besigheim nun weitergehen. In Kooperation mit dem deutsch-italienischen Kulturkreis und der Gemeinde Besigheim soll am 7. Oktober der dritte italienische Film mit dem Kinomobil nach Besigheim kommen. Zum Auftakt dieser Reihe wurde am 25. März der Film „Nuovo Cinema Paradiso“ gezeigt, zu dem 70 Be-sucher kamen. Der darauf folgende Film „Brot und Tulpen“ - natürlich auch in Italienisch mit deutschen Untertiteln - lockte am 17. Juni sogar 88 Besucher ins Kino. Muttersprach-ler wie Freunde der italienischen Sprache und Kultur finden hier zusammen, können sich nach dem Film austauschen und ein Stück Italien in das baden-württembergische Besigheim holen.

„Jazz Lights Kino” Oberkochen
Der Putz blättert von den Wänden, die Farben sind vergilbt. Havanna, Hauptstadt Kubas, Monument der Vergangenheit, ewig pulsierende Geschichte alltäglicher Lebenslast und -Lust. Auf lebendige Weise verkörpert durch die Musik, den „Son Cubano“: Wim Wenders beobachtet mit der Kamera, wie der Musikethnologe, Blues- und Folkgitarrist Ry Cooder den Großvätern des „Son“ ermöglichte, neue Spiellust zu gewinnen, wie er ihre Lieder produzierte, um schließlich eine Reise um die ganze Welt mit ihnen anzutreten. 1997 erschien das erste Album „Buena Vista Social Club“. 1999 drehte Wim Wenders seinen Dokumentarfilm unter dem gleichen Titel. Die alten Herrn singen, spielen, tanzen, reißen mit: ihre Musik, ihre Geschichten, die Kommentare, ihre Erscheinung. Wenders beglei-tete das betagte Ensemble auf seiner Tournee, er filmte die lebenslustigen alten Herren bei Auftritten in Amsterdam und war beim Konzert in der legendären Carnegie Hall in New York dabei. Am 26. März präsentierte das Kinomobil in Kooperation mit der Agenda-gruppe „Menschen in Oberkochen“ diesen Film im Rahmen des internationalen Jazz-Festivals „Jazz Lights“ in Oberkochen.

Ein Ritterfilm auf einem Rittergut
Der Verein „Die Württemberger Ritter“ in Stetten ob Lonetal beschäftigt sich intensiv mit dem Mittelalter. Turniere, Lager, Tanz und Musik aus dieser Zeit sind Themen, mit denen sich die Vereinsmitglieder auseinandersetzen. Am 2. Mai veranstaltete das Kinomobil zusammen mit dem Verein einen wahrlich ritterlichen Kinoabend. Im Gewölbekeller des Ritterguts in Stetten ob Lonetal wurde der Film „Ekkelins Knecht“ gezeigt. Der Ritterfilm aus deutschen Landen war bisher nur in wenigen Kinos in Süddeutschland zu sehen. 


Gelungene Sonderveranstaltungen 2007
Nicht nur in neuen Spielorten sind unsere Partner aktiv. Auch in Gemeinden, die bereits seit einigen Jahren Kinoveranstaltungen organisieren, kann das Kinomobil dieses Jahr auf zahlreiche Aktivitäten zurückblicken. Die ersten beiden Sonderveranstaltungen im März und Mai in den Gemeinden Besigheim und Lauffen a. N. boten zum Film „Eine unbequeme Wahrheit“ Informations- und Diskussionsmöglichkeiten rund um das Thema Umwelt. In Kooperation mit den örtlichen Vereinen und Verbänden lockten beide Gemeinden insgesamt über 300 Besucher ins Kino.

Im November und Dezember gab es in verschiedenen Spielorten Überraschungen für das junge Publikum. So kamen in Korb, Weissach im Tal und Bad-Teinach-Zavelstein im Anschluss an den Film „Kalle Blomquist lebt gefährlich“ Kollegen der Polizei zu Besuch, beantworteten Fragen zum Film und zur Polizeiarbeit, nahmen Fingerabdrücke oder legten auch mal Handschellen an. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Schulleiterin der Schule an der Weissach, Frau Bettina Stach, die bei den Kindern tüchtig die Werbetrommel gerührt hatte, konnte die Gemeinde über 60 Kinder zu diesem wundervollen Kinderfilmklassiker begrüßen. 

Im Dezember überraschte der Weihnachtsmann die jungen Besucher in Lauda-Königshofen und Bad-Teinach-Zavelstein im Anschluss an den Film „Morgen Findus wird’s was geben“.

Der 13. November war für die Gemeinde Schlat ein besonderer Kinotag. Am Vormittag besuchte die gesamte Grundschule den Film „Kalle Blomquist lebt gefährlich“. Auf unterschiedlichen Wegen wurde der Film in den Klassen vor- und nachbereitet. In der Klasse 1 und 4 wurde der Film nach der Vorführung intensiv besprochen, während die 2 Klasse bereits vor dem Film mit Astrid Lindren vertraut gemacht wurde. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3 beschäftigten sich zunächst mit dem Hörspiel zum Buch und erstellten dann aus einzelnen Kapiteln ein interaktives Lesequiz am Computer. Informationen zum Film und rund um Astrid Lindgren erhielten die Lehrerinnen und Lehrer im Vorfeld vom Kinomobil.
Am Nachmittag wurde das Team des Kinomobils herzlich vom Seniorenkreis mit Kaffee und Kuchen begrüßt. Nach einer kurzen Einführung in den Film und das Leben der Margarethe Steiff schauten sich 45 Besucher die großartige Biografie auf großer Leinwand an. Während einer kurzen Pause, in der Kaffee und Kuchen durch Butterbretzeln und Wein ablöst wurden, ging es in die zweite Runde. Der Film wurde im Vorfeld von den Organisatoren dieser Nachmittagstreffen ausgewählt, da ein Ausflug in das Margarethe Steiff Museum der Veranstaltung vorausging. Das Angebot kam bei den Besuchern sehr gut an und so ging der erste Kinonachmittag für die Senioren in Schlat mit angeregten Gesprächen zu Ende. Die Veranstalter sind sich sicher, dass man dies wiederholen wolle. Da kein Eintritt für die Veranstaltung verlangt wurde, beteiligten sich Gemeinde und Seniorenkreis gemeinsam an den Kosten.  


Neue Wege und Kooperationen im Sommerferienprogramm
Das diesjährige Sommerferienprogramm ist mit den Filmen „Hände weg von Mississippi“, „Arthur und die Minimoys“ sowie einem Pippi-Langstrumpf-Spezial zu Ende gegangen. Zum ersten Mal wurde versucht, die Gemeinden in die Gestaltung der Begleitprogramme mit einzubinden. In Ilshofen, Haiterbach und Emmingen ist dieses Modell erfolgreich gelaufen und wurde von den Kindern gut angenommen. Rechtzeitig vor Beginn der Sommerferien wurden vom Kinomobil die Arbeitsanleitungen, Bastelmaterialien- und vorlagen erarbeitet und den Ansprechpartnern vor Ort zugeschickt, damit diese sich auf den Kinotag vorbereiten konnten. Die Arbeitsanleitung beinhaltete dabei auch Vorschläge für eine An- und Abmoderation. Des Weiteren wurden die Bastel- und Zeichenmaterialien sowie die besonderen filmspezifischen Eintrittskarten vom Kinomobil mitgebracht und konnten beim Vorführer erfragt werden. Während in Emmingen der Förderverein für Kinder und Jugendliche Emmingen e.V. diese Aufgabe übernahm, führten in Ilshofen eine Erzieherin und in Haiterbach eine Auszubildende der Gemeinde das Rahmen-programm durch. Alle Partner waren mit der Vorbereitung sehr zufrieden und konnten die Aktionen problemlos durchführen. Besonders in Ilshofen kamen die Bastelaktionen bei den Kindern sehr gut an. So wurde berichtet, dass einige Kinder beide Filme angeschaut und die Zeit dazwischen sehr intensiv zum Malen ihrer Filmhelden und Lieblingsszenen genutzt haben. Für Kinder, denen im Anschluss an den Film keine Zeit für das Programm blieb, bestand die Möglichkeit sich die Materialien mitzunehmen. Dieses Angebot wurde auch von den Haiter-bachern häufig wahrgenommen. Eine Fortführung dieser Zusammenarbeit in den Sommerferien 2008 können sich alle drei Partner sehr gut vorstellen. Auch im nächsten Jahr wird das Kinomobil wieder Materialien erarbeiten und Vorschläge für Begleitprogramme unterbreiten.

Auch für das monatliche Filmprogramm gilt dieses Angebot. Auf Nachfrage schicken wir Ihnen alle nötigen Informationen und Materialien und beraten und unterstützen Sie gern bei der Realisierung von medienpädagogischen Begleitaktionen.


Kinomobil initiierte das Seminar „Kinderkino in der Gemeinde – selbstgemacht!“ im Landkreis Tübingen
Vom 21. bis 22. April 2007 veranstaltete das Kinomobil zusammen mit dem Kreismedienzentrum und der Kreisjugendpflege Tübingen im schönen St. Luzen in Hechingen das Seminar „Kinderkino in der Gemeinde – selbstgemacht!“. Ziel war es, den Teilnehmer/Innen praxisorientiert das notwendige Rüstzeug für die Durchführung eigener Kinderkinoveranstaltungen an die Hand zu geben. Alle wichtigen Fragen, die sich in der Praxis stellen, vom Filmverleih über Rechtefragen bis hin zur Werbung bekamen dabei genauso ihren Raum wie Fragen, die die Teilnehmer/Innen selbst einbrachten. Zuvor mussten sie sich jedoch intensiv mit ihrer persönlichen Medienbiografie und Filmwahrnehmung auseinander-setzen um eigene Qualitätsstandards für gute Kinderfilme entwickeln zu können. Möglichkeiten der medienpädagogischen Begleitung von Filmen gehörten ebenso zum Programm. Nach zwei Tagen intensiver Arbeit waren die ersten Ideen zu eigenen Kinderkinoveranstaltungen geboren und die Teilnehmer/Innen hoch motiviert diese nun in die Tat umzusetzen. Die weitere Fach-beratung der Seminarteilnehmer/Innen erfolgt nun durch das Kinomobil und das Kreismedienzentrum Tübingen.

Die Idee zu diesem Seminar entstand bereits im Jahr 2006 und wurde von Friedemann Schuchardt dem Vorsitzenden des Kinomobils Baden-Württemberg an den Leiter des Kreismedien-zentrums Tübingen, Hartmut Fröhner herangetragen, der diese interessiert aufnahm. Ziel sollte sein, in möglichst vielen kinolosen Orten im Landkreis Tübingen eigene Kinderfilmprogramme anzubieten. Dazu erarbeitete Friedemann Schuchardt ein Seminarkonzept für die Ausbildung von Ehrenamtlichen, die künftig Kinderfilmarbeit anbieten sollen. Als Referentinnen waren Jana Hornung, Projektleiterin des filmpädagogischen Projektes „Filmernst“ in Brandenburg und Julia Böttger, Geschäftsführerin des Kinomobils eingeladen.  Zukünftig soll dieses Pilotprojekt auch auf andere Landkreise übertragen werden und Grundsteine für neue und interessante Kinderkinoinitiativen legen.  Wie es nun im Tübinger Land weitergeht, wird sich zeigen. Wir freuen uns schon jetzt auf spannende und ereignisreiche Filmveranstaltungen.  

Kontakt:
auskunft@kinomobil-bw.de
froehner@kmz-tuebingen

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