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Schulkinotage in kinolosen Orten im Rahmen der Schulkinowoche Baden-Württemberg 2011

Auch in diesem Jahr ergänzt das Kinomobil die Schulkinowochen in Baden-Württemberg. Vom 15. März bis zum 20. April fahren wir mit unserem mobilen Kino Schulen in ganz Baden-Württemberg an, die kein gewerbliches Kino am Ort haben, um medienpädagogisch begleitete Filmvorführungen abzubieten. Noch besteht die Möglichkeit sich anzumelden.

Die Schulkinoveranstaltungen können sowohl als reine Filmvorführung, oder mit einer medienpädagogischen Einführung und Nachbereitung gebucht werden. Für die Veranstaltungen berechnen wir 2,- Euro Eintritt pro Schüler. Die Kosten für die Referenten übernehmen wir. Die technische Durchführung  der Veranstaltung und auf Wunsch auch die medienpädagogische Vor- und Nachbereitung bzw. die Organisation und Moderation der Referentengespräche am Kinotag wird komplett von uns übernommen. Vor Ort benötigen wir lediglich einen bestuhlten, verdunkelbaren Raum und eine Steckdose.

Aus der umfangreichen Liste haben wir einige Filme für verschiedene Altersgruppen zusammengestellt, die sich für die medienpädagogische Filmarbeit besonders eignen und mannigfaltige Anknüpfungspunkte für den Unterricht bieten. Besonders freuen wir uns, dass wir in diesem Jahr für drei Filme spannende Referenten gefunden haben, die sich für eine Nachbereitung der Filme und für eine Gespräch mit den Schülern zur Verfügung stellen.

"Drachenzähmen leicht gemacht " (Klasse 3 bis 6)
„Drachenzähmen leicht gemacht“ ist ein turbulenter Animationsfilm über den schmächtigen Wikingerjungen Hicks der sich als Drachentöter beweisen möchte. Allerdings stellt er schnell fest, dass die seit Generationen überlieferte Feindschaft zwischen Wikingern und Drachen lediglich auf Unwissenheit und Ignoranz dem jeweils Anderen gegenüber beruht.

Auf Wunsch kommt Ilona Bausewein, Vorsitzende des Vereins „Freundeskreis der Schlossfledermäuse Tübingen“ und Betreiberin einer Pflegestation für verletzte oder verwaiste Tiere mit einigen ihrer Schützlinge an ihre Schule. Frau Bausewein, die bereits viel Erfahrung in der Arbeit mit Schulen hat, möchte gemeinsam mit ihren Fledermäusen vor allem Ängste vor den meist als unheimlich wahrgenommenen Tieren nehmen und die oft falsch verstandenen, faszinierenden und zunehmend in Bedrängnis geratenden Nützlinge in ein positives Licht rücken.

(Mögliche Termine nach Rücksprache: 15. März – 20. April Vormittags. Maximal 150 km von Tübingen)


Westwind (ab Klasse 7)
Der Film erzählt die Geschichte einer deutsch-deutschen Liebe und einer Republikflucht im Jahr vor der Wiedervereinigung. Anhand eines sehr persönlichen Beispiels werden hier ein wichtiges Stück Zeitgeschichte vermittelt und Themen wie Jugend im Sozialismus, Erwachsenwerden und individuelle Freiheit beleuchtet.

Für ein Gespräch nach dem Film steht die 1967 in Dresden geborene und in der DDR aufgewachsene Zeitzeugin Maude Kirsch zur Verfügung. 1988, im alter von 22 Jahren, flüchtete sie mit ihrem heutigen Mann über Ungarn und Rumänien in den Westen. Ihre Geschichte und die Geschichte die in „Westwind“ erzählt wird ähneln sich auf verblüffende Weise. Als Zeitzeugin berichtet Frau Kirsch aus erster Hand über Jugend und Gesellschaft in der DDR, ihre Flucht in den Westen, ihr zweites Leben in einem anderen gesellschaftlichen und politischen System und die Einsicht ihrer Stasiakten.

(Mögliche Termine nach Absprache:12.-23. März Vormittags; 26.–28. und 30. März Nachmittags)

 

„Almanya - Willkommen in Deutschland“ (ab Klasse 7)

Der Film erzählt die Geschichte einer türkischen Gastarbeiterfamilie über drei Generationen und behandelt mit satirischem Blick und viel Einfühlungsvermögen Fragen der kulturellen Identität, Integration, Fremdheitserfahrung und die Geschichte der Gastarbeiter in Deutschland.

Als Referenten und Gesprächspartner haben sich Cem Karsli und  Tugce Basaran zur Verfügung gestellt. Herr Karsli ist 86 in Deutschland als Sohn einer türkischen Einwandererfamilie geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften in Hohenheim und wohnt heute in Calw. Frau Basaran, Jahrgang 89, ebenfalls Tochter einer Türkische Einwandererfamilie, studiert Medien und Kommunikation in Cannstatt. Nach dem Film stehen sie für ein Gespräch über die Geschichte der Gastarbeiter, ihre eigenen Familiengeschichten, kulturelle Eigenheiten und die Chancen und Probleme türkischer Einwanderer in Deutschland zur Verfügung.

(Mögliche Termine nach Absprache: 12./16./26./30. März; 16./20. April)

 

Für alle anderen Filme und Termine stehen auf Wunsch medienpädagogisch geschulte Referenten vom Kinomobil für ein Filmgespräch zur Verfügung.

Filmprogramm 2012 (pdf)