Filmworkshop− Was? Wer? Wo?
Das Projekt "Kinobuss" folgt dem Ziel, die Kinokunst und die Kunst des Filmemachens zu jedem Menschen in Estland zu bringen. Die Filmworkshops wollen insbesondere die Entwicklung der audiovisuellen Sprache von jungen Menschen fördern. Das Team von Kinobuss ist sich sicher, dass die Filmsprache neben der mit Wörtern und Sätzen gebildeten Sprache als Lingua und der mit Noten gebildeten Sprache als Musik eine dritte Art der Sprache darstellt. "Ein Bild besagt mehr als tausend Wörter" sagt der Volksmund. Gesellt sich zu diesem Bild auch die Musik, die die Emotion noch mehr betont, so zeigt sich die Filmsprache mehr universal als die Wortsprache − Dank der Möglichkeit ihrer bildlichen Darstellung.
Neben der Zielgruppe der Jugendlichen beschäftigt sich der Workshop von Kinobuss auch mit ihren Lehrern, mit der Erweiterung ihres Blickfeldes, und will ihnen eine Art Fortbildung anbieten − um auch sie mit der Filmsprache mehr vertraut zu machen. So können die hier erworbenen Filmkenntnisse später als Lehrmittel beim Beibringen sämtlicher anderer Kenntnisse angewandt werden. Der Kinobuss hat sich vorgenommen, die Methodik des Filmunterrichts für Lehrer zu entwickeln.
Der Filmworkshop sieht im Allgemeinen so aus:
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Es gibt einen Ort (Zelt, Zimmer, Saal), dort werden die Computer aufgestellt.
Mit dem Set aus 2 bis 4 Kameras und einem PC können kurze Zeichenfilme aufgenommen werden, 2 bis 3 aus der Kamera und dem Computer bestehende Sets sind für das Filmemachen im natürlichen Umfeld (mit Menschen) vorgesehen. Selbstverständlich gehören dazu auch die Betreuer, Profis auf dem jeweiligen Gebiet, und Filmstudenten.
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Zu allererst wird das Filmkonzept festgelegt. Denn − es ist möglich, eine beliebige Idee zum Film zu machen. Nur geht es darum, wie man diese Idee präsentiert. Mit Hilfe der Betreuer bekommt jede Idee eine angemessene Form und den Erzählmodus in der Filmsprache.
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Nachdem das Konzept reif ist, wird das Material aufgenommen. Handelt es sich um die Animation, liegt der Schwerpunkt höchstwahrscheinlich in der Gestaltung. Handeln aber im Bild die Menschen, sind die Veranlagung der Schauspieler und ihre Freude an Mitmachen von entscheidender Bedeutung.
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Der dritte groβe Augenblick kommt dann, wenn der Film geschnitten (zusammengebaut) wird und wenn aus dem Konzept und dem Aufgenommenen ein echter Film werden muss. Je besser das Konzept durchdacht war, desto einfacher geht die Schnittbearbeitung. Also kann man sagen, dass der Schnitt bereits beim Ausarbeiten des Filmkonzepts ausgeführt wird.
In den Workshops sind alle herzlich willkommen!
Und besonders willkommen sind die Schullehrer, die das, was sie sehen, hoffentlich bald auch in ihren Schulen anwenden werden
Beschreibung des Tagesablaufs von einem Kinobuss-Workshop an deutschen Schulen
- Das Kinobuss-Team kommt um 7.30 Uhr in der Schule an (sprich: wenn der Unterricht um 8 Uhr beginnt, d.h. 30 Minuten vor dem Unterrichtsbeginn)
- Das Team baut seine Technik (Arbeitsstationen zum Drehen von Animations- und Spielfilmen) auf (ca. 30 Min.)
- Mit 4 Betreuern (ein Betreuer für je 10 Teilnehmer) können an einem Workshop gleichzeitig ca. 40 Kinder/ Schüler teilnehmen.
- Gemeinsam mit den Teilnehmern beginnen wir Filmideen auszuarbeiten, erläutern den Sinn des Filmemachens und zeigen ihnen von anderen Kindern gedrehte Filmbeispiele. Eine kurze theoretische Einführung, in die man auch sehr gut die Lehrer der jeweiligen Schule einbeziehen kann (ca. 40 Min)
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Im Anschluss werden den Filmen Storyboards gezeichnet. Diejenigen Schüler, die einen Animationsfilm machen möchten, entscheiden sich in Anbetracht der Animationstechnik und Idee, welche für sie die beste Lösung ist (Zeichen-trick-, Puppenfilm etc.). Diejenigen Teilnehmer, die einen Spielfilm drehen wollen, achten darauf, dass ihre Filmidee kurz, klar und angenehm erzählt wäre, und verteilen die Rollen. Eine kurze praktische Einführung, in die man auch sehr gut die Lehrer der jeweiligen Schule einbeziehen kann (ca. 40 Min)
- Der Filmprozess mit jungen Filmemachern. Arbeit in Sektionen/ Filmgruppen (ca. 120 Min)
- Der Montageprozess. Je genauer der Ablauf und die Idee des Films ausgearbeitet worden ist, desto klarer ist die Geschichte und desto schneller kann das Filmmaterial als Ganzes aufgebaut werden. (Es nimmt ca. 60 Min. in Anspruch, ein Teil der Zeit kann auch für die Filmschau verwendet werden)
- Im Anschluss zeigen wir den Teilnehmern einen estnischen Kinderfilm (ca. 90 Min)
- Danach findet die Filmpremiere von den angefertigten Filmen statt (ca. 20 Min)
- Um ca. 16 Uhr – Ende des Workshops (dann ist irgendwo in diesem Ablauf auch eine Mittagspause für die Teilnehmer inbegriffen)
Die Filmvorführung und Präsentation der Schülerarbeiten kann auch am Abend im Rahmen eines estnischen Filmabends erfolgen, zudem andere Klassen, Lehrer und Eltern eingeladen werden können.
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