
Mit seinen 28 Jahren ist Jean-Luc Godard (Guillaume Marbeck) wie besessen vom Film. Gemacht hat er jedoch noch keinen. Er schreibt vielmehr über die Filme anderer für die Pariser Filmzeitschrift Cahiers du cinéma. Doch der Drang, endlich selbst hinter die Kamera zu treten, wird immer größer. Außerdem haben seine Kollegen, darunter Claude Chabrol (Antoine Besson) und François Truffaut (Adrien Rouyard), längst gefeierte Filmkunst auf die Leinwand gebracht. Also sichert sich Godard die Mitarbeit von Jean-Paul Belmondo (Aubry Dullin) und der amerikanischen Schauspielerin Jean Seberg (Zoey Deutch) und schafft es so, einen Finanzier für sein erstes eigenes Filmprojekt an Land zu ziehen: „Außer Atem“.
Nun hat Richard Linklater einen Film über die Entstehung von „Außer Atem“ gedreht, eine Hommage an die Nouvelle Vague, gespickt mit Zitaten, Verweisen und Bezügen, gefilmt in schwarz-weiß und im Format 1:1,37, so wie damals auch bei Godard. Das ist natürlich heftiges Inside Baseball, aber auch wer sich mit Godard nicht auskennt, selbst wer „Außer Atem“ nicht gesehen hat, der könnte durch „Nouvelle Vague“ große Lust bekommen, selbst einen Film zu drehen, Regeln über den Haufen zu werfen, mit Kunst die Welt zu verändern. Vor allem aber ist „Nouvelle Vague“ – ob nun mit Vorkenntnissen oder ohne – einfach unfassbar unterhaltsam.